Für mein zweites Trainingslager zur Vorbereitung auf das Race Across America habe ich mir die USA als Ziel ausgewählt.
Zunächst gab es zwar die Überlegung irgendwo hinzufliegen wo es sehr heiß ist, um Erfahrungen mit dem Fahren in großer Hitze zu sammeln, aber letztlich bringt das für die Akklimatisierung nichts, da es zeitlich zu weit vom Rennstart weg ist, außerdem wäre da nur Dubai oder sowas geblieben, das hat mich nicht so gereizt.
So habe ich mich entschlossen schon mal die ersten Abschnitte der Rennstrecke kennenzulernen und teils abzufahren. Das ist logistisch natürlich erheblich aufwändiger, da ich zwei lange Flüge habe und mich auf der Strecke ja ständig vorwärts bewege, also nicht einfach ein Hotel als feste Basis irgendwo buchen kann.
Funktionieren kann das Ganze nur weil Marco mich unterstützt und mich begleitet. Sehr cool, so bekommen wir beide einen ersten Eindruck, ein Gefühl für die Abläufe, und trainieren kann ich hoffentlich auch noch dabei.
9 plus 4 Stunden zu fliegen ist schon etwas ätzend, aber letztlich ging die Zeit doch recht schnell rum. Ich konnte in Ruhe Klaus Käfers Buch „Buchholz goes America“ zu Ende lesen, ein lesenswerter Bericht zum RAAM vor allem aus der Sicht eines betreuenden Crewmitglieds.
Für einen guten Kinofilm reicht die Zeit dann auch noch („All is lost“ mit Robert Redford), bevor wir in Detroit zwischenlanden. Dort ist es kalt und es liegt Schnee.
Auf dem Weiterflug nach LA gibt es zwar nichts zu essen, dafür aber WiFi, was ja auch viel wichtiger ist, so kann ich noch die Unterkünfte in Annapolis buchen, die Bundesligaergebnisse checken und dabei von oben ein Gefühl für die Landschaft entwickeln die ich im Juni durchfahren muss. So ungefähr jedenfalls. Die Distanzen sind enorm…
Die Landschaften selbst auch. Von weiten, eher wenig spannenden Ebenen bis zu den Rocky Mountains, vom Monument Valley bis zur Mojave Wüste, von oben alles sehr beeindruckend.
Los Angeles wirkt riesig, da es sehr flach über eine große Fläche verteilt ist.
In LA übernehmen wir den Mietwagen. Wenn wir genau dieses Auto im Juni bekommen, das wäre perfekt. Sehr groß, Van mit Schiebetüren, die Türen gehen elektrisch auf und zu top.
Das integrierte Navi ist viel zu teuer, wir beschließen stattdessen morgen eines für den halben Preis zu kaufen. Nach Oceanside finden wir erstmal auch so.
Amerikanische Verkehrsregeln muss ich nochmal üben, aber prinzipiell ist das Fahren kein Problem. So cruisen wir im Feierabendverkehr über die teils 7-spurige Autobahn in Richtung San Diego erst über die 405, dann die 5
Das Hotel liegt direkt an der Abfahrt Oceansid Boulevard – perfekt.
Nur zum Abendessen finden wir nicht gleich was um die Ecke und landen so im McDonalds. Schwerer Fehler, das Zeug schmeckt wirklich widerlich und ist unglaublich Fett. Es liegt wie ein Stein im Magen.
Anyway, nach fast 24 Stunden auf den Beinen haben wir die Anreise hinter uns gebracht und sind sehr müde. Morgen werden wir die Räder zusammenbauen, ein paar Besorgungen machen und checken wo es was gibt. Und dann gibt es noch eine kleine Trainingseinheit zum Aufwärmen.
Maj-Britt 9. März 2014
Hallo ihr beiden,
ich wünsche euch viel Spaß und viel Erfolg und eine gute Vorbereitungszeit! Und zu Mc Donalds muss ich ja wohl nichts sagen… ;o))
Liebe Grüße, Maj-Britt